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Volkshaus Podcast Die ganze Geschichte

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Das Ende der Nutzung des Volkshauses als Kulturhaus des Weimar­Werks bedeutete auch das Ende der zahlreichen festen Kulturgruppen, die bis dahin unter dem Dach des Kulturhauses bestanden hatten. An ihre Stelle traten nun Weimarer Vereine und Arbeitsgemeinschaften, die die Räumlichkeiten des Volkshauses mieteten.

Zwischen 1991 und 2009 wurde das Volkshaus zur Weimarer Karnevalshochburg. Einige Zeit später wählte dann das Faschingskomitee der Bauhaus-­Universität Weimar e. V. das Volkshaus als neues Domizil. Die zunehmenden baulichen Mängel und geplante Renovierungsarbeiten beendeten allerdings mit dem letzten Mensa­Fasching nach nur vier Saisons endgültig die närrische Zeit im Volkshaus.1 Zu diesem Zeitpunkt hatten sich auch schon andere Weimarer Vereine aus dem Gebäude zurückgezogen. Dazu gehörte der Modelleisenbahnclub 1962 e. V.

Noch in Weimar als Verein aktiv ist der 1988 gegründete Männerkochklub. Seit 1990 nutzte der Klub die Küche des Volkshauses und lud auch immer wieder prominente Gäste zum Mitkochen ein. Gestiegene Mietkosten führten dazu, dass der Klub 1999 das Volkshaus verließ.2

In den 2000er­-Jahren dominierten mehr und mehr Diskoabende und Verkaufsveranstaltungen das Volkshaus und auch Bands konnten die Räume noch für ihre Proben mieten. Die vielfältige, über Jahrzehnte reichende Tradition der kulturellen Freizeitgestaltung im Volkshaus fand jedoch mit dem Auszug der letzten Vereine aus dem Gebäude endgültig ein Ende.

Fußnoten

1 Vgl. hierzu Chronik des Vereins Faschingskomitee der Bauhaus­-Universität Weimar e. V.: www.mensa­fasching.de/Verein/Chronik

2 Vgl. hierzu Zeitzeugeninterview mit Hans­-Dieter Baier, Uwe Butze und Bernhard Martin, 2025