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Nach dem Rückkauf des Volkshauses durch die Stadt Weimar, beschloss die Stadtverwaltung das Haus interessierten Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. Aus Sicherheitsgründen konnte das nur begleitet und organisiert geschehen, so dass die Volkshochschule Kurse zum Thema Volkshaus entwickelte, die ermöglichten, sich mit dem Inneren des Hauses auseinanderzusetzen.

Da Lost-Places-Fotografie viele Menschen fasziniert, lag die Idee nahe, sich in einem Fotoworkshop mit dem Volkshaus zu beschäftigen. Unter der Leitung von Anke Neugebauer gingen Teilnehmende auf „Spuren- und Bildersuche“, die sowohl dokumentarischen als auch künstlerischen Charakter haben konnten. Ein leeres Haus bietet zahlreiche Motive, Panoramen und Details, Durchblicke und Fokusobjekte. In den leeren Räumen werden Schwünge und Linien der Architektur sichtbar, Treppenhäuser werden zu Ornamenten, alte Seile zu Kathedralen und abgeblätterte Tapete zu Landschaft. Ebenso können Bildwitze entstehen wie bei der früheren Leuchtanzeige „Ausgang“ — auf der jetzt nur noch „Aus“ zu lesen ist.